Heilpflanze des Jahres 2026
Die Gewöhnliche Nachtkerze war früher keine Rarität: Unter den Namen „Schinkenwurz“ oder „Rapontika“ fand man sie in vielen Bauerngärten. Besonders die kräftige, rübenartige Pfahlwurzel galt als echte Energiequelle. So nahrhaft, dass man sie mit Ochsenfleisch verglich. Heute ist die Nachtkerze fast in Vergessenheit geraten, obwohl sie geschmacklich und gesundheitlich einiges zu bieten hat:
- mild, leicht scharf
- erinnert an Schwarzwurzel oder Karotte
- vielseitig in der Küche einsetzbar
- wertvoll als Wildgemüse und Heilpflanze
Erntezeit ist von Ende Oktober bis Ende März, solange sie in der Rosettenphase bleibt. Wird es Frühling, verholzt die Wurzel und sie ist dann nicht mehr genießbar. Auch junge Blätter und Blüten können in der Küche verwendet werden: Die Blätter schmecken ähnlich wie Mangold, die gelben Blüten bringen eine feine, honigartige Süße ins Essen.



